Westpeene
Die "eigentliche" Peene, auch Westpeene genannt, entspringt 28 m über dem Meer 5 km südlich von Gnoien nahe der Straße nach Teterow. Nach 2 km erreicht sie bei dem Dorf Granzow (zu Altkalen) einen Teich namens Großer See. Von dort fließt sie südwärts bis zur gut 15 km (in Luftlinie 12 km) entfernten Einmündung der Teterower Peene (0,5 m ü.NN), dann -in deren Fortsetzung- 12 km lang nach Osten durch Neukalen in den Kummerower See.
Kleine Peene
Ein weiterer Zufluss, die Teterower Peene oder Kleine Peene, entspringt wenige Kilometer südwestlich von Teterow. Sie fließt durch Teterow in den Teterower See, 2,2 m ü.NN, verlässt diesen bei Alt Sührkow und mündet auf halber Strecke zwischen diesem und Neukalen-Karnitz in die (West-)Peene.
Ostpeene
Ihre Quelle liegt fast 70 m über NN nahe der Wasserscheide zwischen Elbe und Ostsee am Nordrand des Müritz-Nationalparkes etwa 8 km östlich von Waren bei dem Dorf Kargow. Von dort fließt sie nordwärts durch den Torgelower See (beim Dorf Torgelow am See, nicht der gleichnamigen Stadt) und den Rittermannshagener See. Nördlich des Dorfes Faulenrost mündet 30 m über NN und 20 Flusskilometer von der Quelle der Ostpeene ihr größter Nebenfluss, die ca. 28 km lange Kittendorfer Peene. In Malchin, keine 20 km weiter, hat sie fast nur noch Meereshöhe. Hier fließt ihr das Wasser des Malchiner Sees (0,3 m ü. NN) zu, heutzutage durch den nicht mehr schiffbaren Dahmer Kanal. Von Malchin zum Kummerower See (0,2 m ü. NN) ist die Ostpeene zum schiffbaren Peenekanal ausgebaut. Der Kummerower See liegt nur halb so weit von Malchin, wie der Malchiner See. Aber früher gehörten Malchin und Malchiner See zu Mecklenburg, das Ostufer des Kummerower Sees mit dem Dorf Kummerow zu Pommern.
Weiterer Verlauf der Peene
Sie verlässt den Kummerower See im am Nordende als schiffbarer Fluss und fließt danach in nordöstlicher Richtung durch Demmin, Loitz und Jarmen nach Anklam. Das "Fließen" ist nicht ganz wortwörtlich zu nehmen, da die Peene zwischen Kummerower See (Spiegel 0,2 m ü.NN) und Mündung fast kein Gefälle besitzt. So befinden sich an ihrem Unterlauf viele Sumpf- und Feuchtgebiete. Bei Demmin, das bis ins späte 19.Jahrhundert Seehafen war, liegt der Wasserspiegel im Mittel 0,1 m ü.NN. Hier mündet von Südosten die Tollense in die Peene, von Nordwesten die Trebel. Etwa 10 km östlich von Anklam mündet die Peene nach 142,5 km in den Peenestrom. 110 km davon sind schiffbar.
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